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Betreuung und ihr Wert

13.07.2017

Mehr staatliche Mittel für Betreuungsbedürftige, damit qualitativ hochwertige Pflege auch bezahlbar bleibt - das fordern die Wiener Personenbetreuer.

© Weinwurm Die Personenbetreuung feierte zehn Jahre Berufsgruppe
„Mindestens 80 Euro pro Tag” müsse die Leistung einer qualifizierten, erfahrenen und gut Deutsch sprechenden Betreuungskraft wert sein“
Bibianá Kudziová, Sprecherin der Wiener Berufsgruppe der Personenbetreuer

Bibianá Kudziová wandte sich damit gegen Dumpingpreise in der Pflege, die den Preisdruck zu Lasten der selbstständigen Personenbetreuer verschärfen. Anderseits seien die betroffenen Familien jetzt schon oft an der Grenze der finanziellen Belastbarkeit. Damit es gelingt, dass Personenbetreuer faire Honorare erhalten und die Betreuung für die Kunden gleichzeitig leistbar bleibt, müsse es mehr Förderungen für Betreuungsbedürftige geben, so die Sprecherin der Wiener Berufsgruppe der Personenbetreuer


2016 wurde die Personenbetreuer-Akademie gegründet

Kudziová ist seit 2015 Wiener Sprecherin der Personenbetreuer und selbst seit 2007 in der Branche tätig. In diesem Jahr wurde auch die Berufsgruppe Personenbetreuung als Interessenvertretung in der Wirtschaftskammer Wien errichtet. Seither hat die Branchenvertretung einiges umgesetzt: 2016 wurde die Personenbetreuer-Akademie gegründet, die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Reduktion körperlicher Belastung, zur Verbesserung der deutschen Sprachkompetenz, zu Konfliktmanagement, rechtlichen Vorschriften in Österreich und unternehmerischen Skills anbietet. Die Kurse finden in den Haupt-Herkunftsländern der Personenbetreuer statt. In der Slowakei und in Rumänien laufen sie bereits, das Ziel sei, sie demnächst auch in Ungarn, Bulgarien und Kroatien anzubieten, sagt Kudziová. 

Zertifizierung für Vermittlungsagenturen gefordert

Die Berufsgruppe strebt auch eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit Ärzten und Apothekern an, um die Versorgung der Betreuungsbedürftigen zu optimieren, sagt sie. Die Organisation der Betreuung und die Vermittlung zwischen Betreuungsbedürftigen und Betreuern übernehmen Vermittlungsagenturen. Gut 100 davon gibt es in Wien. Seit heuer sind sie eine eigene Berufsgruppe, ihre Sprecherin ist Zuzana Tanzer. Für die Organisation der Betreuung gelten eigene Standes-und Ausübungsregeln. In der Pipeline ist auch eine Zertifizierung für Vermittlungsagenturen. Sie soll laut Tanzer im Lauf des nächsten Jahres kommen und helfen, Leistungen transparenter zu machen und die Angebotsqualität zu erhöhen. Gleichzeitig fordert sie mehr Kontrollen jener Branchenbetriebe, die die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht einhalten. „Diese ruinieren den Markt und bringen auch die seriösen Agenturen in Verruf.”

Fakten zur Branche

  • 11.000 selbstständige Personenbetreuer in Wien, österreichweit 60.000 
  • Frauenanteil: Fast 100 Prozent, mehrheitlich aus osteuropäischen Ländern 
  • Angebot: von punktueller Unterstützung bis zur 24-Stunden-Pflege 
  • Gut 100 Vermittlungsagenturen in Wien organisieren den Kontakt zwischen Betreuern und Betreuungsbedürftigen.

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